Schöner Film und eine sehr beeindruckende, erschreckende Dokumentation über Robert McNamara und die großen amerikanischen Kriege im 20. Jahrhundert. Es ist ein fast sympathischer, reflektierter Mensch, der dort zu Word kommt, Wissenschaftler, Ford-Manager und dann Secretary of Defense unter Kennedy sowie LBJ während der Kuba-Krise und des Vietnam-Krieges. Und die Kommentare dieses auch extrem kontroversen Menschen schüren mitunter den Hals zu, auch weil der Film ihn weitgehend unwidersprochen berichten lässt. Es ist ein beeindruckend ruhiger, unaufgeregter Film mit erstaunlichem Original-Ton- und Bild-Material und einem hypnotisierenden Soundtrack von Philip Glass. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass viele der prägenden, politischen Ereignisse des letzten Jahrhunderts das Ergebnis von Zufällen waren. Und dass wir nicht alles wissen und vermutlich auch niemals alles wissen werden. Und das ist vielleicht das größte Verbrechen.